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Weihnachtsknallbonbons und Weihnachtskronen

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Christmas Cracker Weihnachtsknaller Weihnachtsknallbonbon

Warum sitzen am ersten Weihnachtstag Engländer mit einer Papierkrone am Tisch und woher kommen die Weihnachtskracher? Das Gerücht geht, dass sogar die Königin an dem Tag eine Papierkrone trug.

Was ist ein Weihnachtskracher?

Weihnachtsknallbonbons Christmas Cracker mit roten Schleifen
Weihnachtsknallbonbons in allen Größen dürfen in Großbritannien nicht fehlen. Bild: Annie Spratt – Unsplash

Ein „Christmas Cracker“, wie er in England genannt wird, ist eine Pappröhre, die mit buntem Papier umwickelt ist, das an beiden Enden verdreht ist. Zieht man an beiden Enden, knallt es. Dieser Knall entsteht durch zwei Streifen chemisch imprägnierten Papiers, die auf Reibung reagieren.

Üblicherweise fasst eine Person ein Ende des Crackers und eine andere Person das andere Ende. Wenn beide gleichzeitig daran ziehen, knallt es. Sitzt eine ganze Gruppe um den Tisch, dann verschränken alle ihre Arme. Jeder hält seinen eigenen Cracker in der rechten Hand und zieht mit der linken Hand an dem Cracker seines Nachbarn, sodass alle gleichzeitig den Knall auslösen.

Was ist im Cracker drin?

Zum Vorschein kommen beim Auseinanderziehen ein kleines Spielzeug, ein Kalauer oder ein Rätsel und eine Papierkrone. Während es sich dabei oft um billige Spaßartikel handelt, gibt es auch luxuriöse Weihnachtscracker. Diese manchmal teuren Knallbonbons können alles Mögliche enthalten, von Parfüm bis Whiskey, enthalten aber oft immer noch den klassischen Hut und den Witz. Ebenso ist es Tradition, dass die Witze alles andere als witzig sind, die Mottos fade oder kitschig. Hier könntest du dich beim Basteln von Crackern kreativ einbringen.

Weihnachtsknallbonbons kannst du einfach selbst aus Toilettenpapierrollen herstellen und individuelle Geschenke einbauen. Wie du das machst, zeigt dir ein sehr gutes YouTube Video.

Die Bastelanleitung für Weihnachtsknallbonbons findest du weiter unten.

Woher kommt die Tradition der Weihnachtskracher?

Knallbonbon Weihnachten
Bild: Annie Spratt – Unsplash

Bereits in der viktorianischen Zeit kannte man in England Weihnachtsgebäck. Der Konditor Tom Smith verkaufte um 1850 Mandelbonbons in gedrehtem Papier und fügte jedem einen Spruch hinzu. Viele dieser Bonbons wurden von Männern als Geschenk an die Damen gekauft, daher waren die meisten der Sprüche kleine Liebesgedichte.

Und wie kam der Knall dazu?

Es heißt, dass ihn das Knistern eines Holzscheits, das er gerade ins Feuer gelegt hatte, zu dem „Knall“ inspirierte. Er entwarf eine Verpackung in Form eines Holzscheits, die einen Knall hervorbringen sollte. Darin sollte sich auch eine Mandel mit dem Spruch befinden. Später ersetzte man die Mandel durch ein kleines Geschenk.

Anfang des 20. Jahrhunderts steckte man zusätzlich einen Papierhut in die Verpackung und Ende der 1930er Jahre ersetzte man die Liebesgedichte durch Kalauer oder Limericks.

Schon bald gab es kaum einen Haushalt in Großbritannien, der nicht zu Weihnachten eine Schachtel dieser Knallbonbons für Weihnachten auf Vorrat hatte.

Und warum trägt man die Papierkrone?

Weihnachtsknallbonbon Tischdeko Tisch Gläser Weinflasche
Christmas Cracker sehen als weihnachtliche Tischdeko edel aus. Bild: James Coleman – Unsplash

Hier gehen die Nachforschungen auseinander. Die einen sagen, die Tradition der Papierkronen ließe sich bis zu den alten Römern zurückverfolgen, die zur Feier der Saturnalien, einem Fest zur Wintersonnenwende, festliche Kopfbedeckungen trugen.

Andere sagen, die Papierkrone stamme von den Feierlichkeiten zum Dreikönigstag, bei denen ein König oder eine Königin ernannt wurde, um das Geschehen zu überwachen.

Die Papierkronen sind oft recht bunt und definitiv schlechtsitzend. Auf jeden Fall musst du deine Krone aber tragen. Das ist so Tradition!

Einige sagen, man müsse sie unbedingt vor dem Essen aufsetzen, damit alle auf den Weihnachtsfotos albern aussehen.

Wenn Du also auf der Suche nach einer neuen Weihnachtstradition bist, dann scheint diese Tradition definitiv ein Gewinner zu sein.

Weitere englische Weihnachtstraditionen findest du hier.

So feiern die Royals Weihnachten.

Bastelanleitung für Weihnachtsknallbonbons

Wie du deine eigenen Christmas Cracker herstellst:

  • A4 Blatt gemustertes Papier (nicht zu dick und keine Folie) zum Verzieren
  • Pappröhren (z. B. Toilettenpapier- oder Küchenrollenhalter)
  • „Snaps“ oder „Cracker Strips“, so nennt man die Zündstreifen im Inneren der Cracker (Amazon Link)
  • Band oder Schnur zum Binden außen.
  • Klebestift
  • Bastelmesser, Schere
  • Kleine Zettel (für Witze oder Sprüche), Geschenke oder Konfetti

Lege das A4-(Deko-)Papier mit der Dekoseite nach unten auf einen Tisch, so dass die längsten Seiten oben und unten liegen.

Klebe mit einem Klebestift an einen Längsrand den Zündstreifen

Lege deine Pappröhre der Länge nach in die Mitte des Papiers.

Wickle das Papier um die Pappröhre, überlappe die Kanten leicht und klebe sie fest, so dass eine breite Röhre entsteht. Die Pappröhre gibt dem Cracker zusätzliche Struktur, damit er nicht auseinanderfällt.

Drehe das Papier einer Seite des Crackers vorsichtig zusammen und binde ein dünnes Band darum.

Fülle die noch offene Seite des Crackers vorsichtig mit der Füllung, ohne ihn zu überfüllen.

Drehe auch dieses Papierende leicht zusammen und binde es mit einer Schleife fest.

Lege den Cracker zur Begrüßung deiner Gäste auf den Tisch – das ist der perfekte Abschluss deiner weihnachtlichen Tischdekoration.

Tipp: Verwende deinen selbstgemachten Cracker als Tischkärtchen. Du kannst die Namen aufmalen oder alternativ ein kleines Schildchen mit dem aufgedruckten Namen am Ende des Crackers befestigen. Deine Gäste freuen sich über die Mühe, die du dir gemacht hast.

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