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Conservatories – englische Wintergärten

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Gartenhaus Aluminium anthrazit
Conservatory im viktorianischen Stil
Wintergarten von innen mit Tisch und Sesseln
Conservatory im viktorianischen Stil bietet viel Raum für Gäste und zum Entspannen.

Vor zwanzig Jahren stand der Anbau eines Wintergartens, englisch Conservatory, ganz oben auf der Hitliste der Heimwerker. Nicht nur, dass er viel zusätzlichen Wohnraum für das Haus bot, sondern auch den Hauseigentümern erlaubte, ihren Garten zu genießen, ohne den Elementen ausgesetzt zu sein. Mit ihm lässt sich die Natur genießen, auch wenn das Wetter nicht mitspielt, und man kann das meiste aus den wenigen Sonnenstrahlen des Winters herausholen.

Warum sind diese Conservatories in UK so populär?

Wie fast alles in England, ist auch diese Errungenschaft geschichtsbehaftet. Es gibt sie seit dem 17. Jahrhundert in England. Sie waren zunächst Steingebäude, die jedoch mehr Glas verbaut hatten als „normale“ Räume. Richtig genossen haben speziell die Reichen dann in der Viktorianischen Ära 1837 – 1902 die Conservatories. Ihre Popularität ging rasant nach oben. Man könnte sagen es war das goldene Zeitalter der Conservatories. Sogenannte Orangerien blühten geradezu auf, als in der viktorianischen Epoche britische Aristokraten unbekannte Pflanzen und Gemüse, die aus den Ursprungsländern – meist Kolonien – von Handelsleuten mitgebracht wurden, in England züchten wollten. Im Winter brachte man die kälteempfindlichen Pflanzen in die zum Teil beheizten Glashäuser, wo ihnen trotz Winterkälte das Sonnenlicht guttat. Im Sommer rollte man die Pflanzen wieder ins Freie, so dass das Glashaus den Reichen für alle Arten von Festivitäten zur Verfügung stand.  

Kleiner Wintergarten oder Conservatory, Blick durch die offene Tür mit geblümtem Sessel im Blickwinkel
Bild: Arno Smit – Unsplash

A conservatory for everyman? Oder Wintergarten für Otto Normalverbraucher?

In den 1970er Jahren nahm der Boom dann richtig zu, als Otto Normalverbraucher (engl. „Everyman“) in UK begannen, sich einen Wintergarten an ihr Häuschen anzubauen. Kreative Architekten und Bauherren schickten sich an, den viktorianischen Stil des 19. Jahrhunderts in kleinere, bescheidenere Versionen umzuplanen und Isolierglas zu einzusetzen. Von jeher waren Briten leidenschaftliche Gartenliebhaber mit grünem Daumen. So lag es manchem Gärtner am Herzen, seine Pflanzungen in Sichtweite zu genießen, und zwar bei jedem Wetter. Nun konnte man das „Draußen“ in die Wohnung bringen und einen zusätzlichen Lebensraum durch alle Jahreszeiten hindurch genießen. Wer das britische Wetter kennt, der weiß einen gewärmten, sonnenbeschienen, windstillen Raum zu schätzen. Auch die größeren Schwierigkeiten, nämlich den Raum im Sommer kühl und im Winter warm zu halten gehören heute der Vergangenheit an: Sonnenverdunkelung und Bodenheizung lösen das Problem.

„Mir wäre ein Sommergarten im Winter lieber als ein Wintergarten im Sommer.“ (Brigitte Fuchs)

Wintergarten Conservatory in creme gehalten
bild: Francesca Tosolin – Unsplash

Welchen Nutzen bietet also ein Conservatory?

Ein Conservatory ist wie eine Verbindung von Haus und Garten und ist dennoch ganz anders als der Rest des Hauses.

Es bietet eine Menge mehr Wohnraum und kann an den Stil des Hauses angepasst werden. Ob viktorianisch, im York Stil, modern mit oder ohne Giebel oder L-förmig, alles ist möglich. Eine Menge natürliches Licht ist gerade in der dunklen Jahreszeit eine Wonne und der ungehinderte Blick in den eigenen Garten eine Wucht. Dieser sonnenbeschienene Platz schützt vor Wetter und ist ein wundervoller Ort zum „Runterkommen“ und Ausspannen. Die modernen Ausführungen sind so gut gebaut, dass sie sogar als Schlafzimmer oder Küche genutzt werden können. Sie sind auf jeden Fall eine preiswertere Alternative zu festen Anbauten, und sie erhöhen den Verkaufswert eines Hauses.

Nicht zu vergessen, einen Cream Tea oder Afternoon Tea im Conservatory einzunehmen, ist nicht nur für die Briten etwas ganz Stilechtes.

Hier findet ihr Tipps für eure Afternoon Tea Party.

Hohes Conservatory weiß mit vielen hohen Palmenarten. Wintergarten
Bild: Shainee Fernando – Unsplash

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